Autorin: M. L. Stedman
Verlag: Blanvalet
Seiten: 448
ISBN: 978-3-7341-0453-4
Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

Leseprobe

 

 

 

 

Inhalt

Die Liebe fordert alles.

Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …

 

Meinung

Ich konnte mich anfangs nicht wirklich in die Geschichte einfühlen, da mir der Schreibstil viel zu sehr ins Detail ging. Manche mögen das, wenn man alles bis ins kleinste Detail beschreibt und jeden Schritt dokumentiert, ich bin leider nicht so ein Freund davon.

Tom, der nach dem Krieg ein wenig zum Einsiedler geworden ist, war mir von Beginn an sympathisch. Die Chemie zwischen ihm und der lebenslustigen Izzy hat sofort gestimmt und sie brachte etwas Leben auf die verlassene Insel.

Durch den unerfüllten Kinderwunsch, wurde Izzy jedoch immer mehr verbittert und so ergriff sie sofort die Chance auf ein Muttersein, als sich ihr die Gelegenheit dazu bot.
Mir tat Tom leid, der einerseits das Richtige tun, aber andererseits seine Frau glücklich sehen wollte.
Wenn man so überlegt, was man wohl selber in dieser Situation getan hätte, kommt man nicht so schnell zu einer Antwort, wenn überhaupt. Wahrscheinlich kann man es auch überhaupt nicht nachvollziehen, da es ja doch etwas ganz anderes ist, wenn man wie Isabel auf einer verlassenen Insel lebt und abgeschieden von allem sein eigenes Leben führt.
Wieder am Land musste es doch so kommen, dass sich das Lügengerüst, dass sie sich im Laufe der Zeit aufgebaut haben, einstürzt.
In all der Zeit tat mir Tom leid, da er zu jedem Zeitpunkt seine Frau schützen wollte, sie dagegen aber nur ihr eigenens Leid sah – den Verlust „ihrer“ Tochter.

Dieser Roman ist tiefgreifend, herzzerreißend und nicht so leicht zu verdauen. Man stellt sich einfach unentwegt die Frage: „Wie würde ich selber handeln?“
Mal schlägt man sich auf die Seite der leiblichen Mutter, dann doch wieder auf die Seite von Isabel. Es ist ein einziges hin und her.
Auch nach dem Beenden des Buches habe ich mich für kein „Richtig“ entschieden, finde aber, dass das Buch ein super tolles Ende hat und man beim Lesen immer wieder mal zum Taschentuch greifen muss.

Fazit

Für mich war das Buch – zu diesem Zeitpunkt – leider nicht das Richtige, da ich „leichte“ Bücher bei denen ich Abschalten kann bevorzuge. Trotzdem ist die Handlung sensationell und auch deshalb ist mir dieses Buch sofort ins Auge gestochen.
Auch wenn es als Buch in der Form nichts für mich gewesen ist, werde ich mir den Film dazu auf jeden Fall ansehen!

Ich kann dieses Buch, aber auch allen herzlich empfehlen, die nicht nur seichte Liebesromane lesen!

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