Wir beide vielleicht von Kemper Donovan

Autorin: Kemper Donovan
Verlag: Goldmann
Seiten: 381
ISBN: 978-3-442-48422-5
Preis: €9,99 [D]; €10,30 [A]

Leseprobe

 

 

 

 

Inhalt

Richard und Elizabeth sind beide um die 30 und leben in L.A. – ansonsten haben sie wenig gemeinsam. Während der chaotische Richard sich als Filmproduzent gerade so über Wasser hält, arbeitet die smarte Elizabeth erfolgreich als Anwältin. Kein Wunder, dass sie sich bisher nie begegnet sind. Das ändert sich, als ein unbekannter Gönner ihnen je 500.000 Dollar verspricht. Einzige Bedingung: Sie müssen sich ein Jahr lang einmal pro Woche treffen. Ihr Plan: Sie ziehen die 52 Dates durch, jeder sackt seine halbe Million ein — und geht danach wieder seiner Wege. Noch ahnen sie beide nicht, wie sehr diese Begegnungen ihr Leben verändern sollen …

 Meinung

Die Inhaltsangabe hat mir dieses Buch sofort schmackhaft gemacht und ich konnte es erst gar nicht erwarten mit dem Lesen zu beginnen.

Schnell musste ich feststellen, dass mich der Schreibstil der Autorin etwas zu Nerven begann.
Die Seiten wurden mit derart vielen Ausschweifungen, Vorgeschichten, Hintergründen und Bechreibungen gefüllt, dass ich diese oft nicht einmal mehr lesen wollte, und einfach nur noch weitergeblättert habe zu den nächsten Dialogen.
Leider waren aktive Gespräche nur sehr selten und wenn dann nur sehr kurz gehalten.
Ich konnte zu keinem der Beiden Protagonisten wirklich eine Beziehung aufbauen, nein, sie waren mir beide nicht mal wirklich sympathisch.

Elizabeth war mir viel zu kühl, distanziert, ernsthaft und unnahbar, dass sie mich schlicht genervt hat.
Richard war das komplette Gegenteil. Ein junger Mann der es irgendwann versäumte erwachsen zu werden. Auch seine durchaus naive, unbekümmerte Art nervte mich, und ließ ihn leider manchmal etwas dümmlich wirken.
Lediglich auf den letzten paar Seiten wurde er mir etwas sympathischer, als er begann sich etwas zu wandeln..

Die Autorin hätte meiner Meinung nach viel mehr Dialoge zwischen Richard und Elizabeth einbauen müssen, um mit den Beiden mitleben zu können. So glich das ganze Buch einer langatmigen Erzählung mit vielen unnötigen Informationen ohne Tiefgang.

 

Fazit
Die Grundidee des Buches finde ich nach wie vor gut, leider ist die Umsetzung alles andere als gelungen.
Der Schluss bzw. der springende Punkt wieso genau die Beiden ausgewählt wurden, war nicht so schlecht, doch ging leider in dieser Erzählung unter – so wie die ganze Romanze.
Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen.

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